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Der Patriot / Geseker Zeitung berichtet am 31.08.2010

Hilfe aus Geseke lindert Not in Indien

Pater Gerard und Schwester Jacqueline berichten im Eine-Welt-Laden über das Lepra-Projekt Balpart

GESEKE • Der Eine-Welt-Laden Regenbogen in der Fußgängerzone ist an diesem Tag eigentlich viel zu eng für die vielen Menschen, die hinein strömen.
Gekommen sind sie alle, um Pater Gerard und Schwester Jacqueline aus Indien zu sehen und sich über das von den beiden mitgetragene Projekt Baipart zu informieren.
Immerhin unterstützen seit Jahren einige Geseker das Projekt, bei dem es mittlerweile nicht nur darum geht, Leprakranken ein sicheres Zuhause zu geben, sondern das darüber hinaus auch die Unterhaltung eines Altenheims und einer Schule umfasst.

Das lässt sich auch in Zahlen messen. So haben Geseker seit der ersten Kontaktaufnahme mit Pater Gerard im Jahr 2001 sieben Häuser in Indien für Leprakranke bauen lassen.

Indes besuchen mittlerweile 640 Kinder die vor einem Jahr gegründete Abendschule (Night School). Das Besondere an der Schule ist, dass die Kinder dort nach ihrer Arbeit Lesen und Schreiben lernen, ohne dass ihre Eltern ein Schulgeld zahlen müssten.

Besonders dramatisch sieht es in dem Altenheim aus. 100 Menschen haben dort laut Pater Gerard Platz.
100 weitere alte Menschen, die meistens auf der Straße leben, stehen auf der Warteliste.

„Das Leid der Menschen ist groß", sagt Elisabeth Nolte, die vor neun Jahren erstmals den Kontakt zum Projekt Balpart suchte und die mittlerweile drei Mal nach Südindien zu Pater Gerard reiste, um Spenden persönlich zu überbringen. „Es ist schön, dass der Kontakt direkt vor Ort da ist", erläutert sie.

Sponsoren werden für das Projekt immer noch gesucht. Besonders mangelt es laut Pater Gerard an Bänken und Tischen für die Schule sowie an Essen und Medikamenten. • mes

Copyright: Der Patriot, Foto Meschede
Die Wiedergabe des Artikels erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.